Dienstag, 30. Januar 2018

MAMASEIN | Was hilft bei einem Milchstau?

wie ich immer gedacht habe, wenn man einmal das Stillen erfolgreich begonnen hat, "läuft" alles von ganz allein. Weit gefehlt! Mein Henri Baby und ich hatten einen perfekten Start. Noch im Kreissaal konnte ich mein Baby das erste Mal ohne große Schwierigkeiten stillen. Und auch die nächsten Stunden und Tage verliefen so unproblematisch, dass wir bereits nach zwei Tagen das Krankenhaus verlassen konnten. Auch meine Hebamme war so zufrieden mit uns, dass sie nur alle zwei Tage bzw. einmal die Woche gekommen ist. Nach vier Wochen fand diese Erfolgsgeschichte leider ihr Ende und ich bekam den ersten Milchstau, so richtig heftig mit Fieber und kurz vor einer Brustentzündung! Wie aus dem Nichts. Ein Traum! Ich Date nur, was ist jetzt los? So hatte ich mir das Stillen nicht vorgestellt. Ich dachte ich Stile jetzt sechs Monate durch und alles ist schön! 

Auf den ersten Milchstau folgte einen Monat später der Zweite. Wieder mit Fieber. Bis zur 15. Woche bin ich auf stolze vier Milchstaus gekommen. Was ein Segen!!! Was mir geholfen hat, die fiesen Milchstaus los zu werden?



Viel Geduld, ein hilfsbereiter Partner und so eine Tricks. Ein paar Dinge habe ich leider in dieser Zeit  falsch gemacht, wodurch der Milchfluss zurück ging. Also Vorsicht! Mir wollte man weiß machen, dass wenn ich einen Milchstau habe, muss ich zuviel Milch haben, weshalb mir die Hebamme "Kügelchen" zur Reduzierung gegeben hat. Das war nur leider nicht der Grund für den Stau. Tatsächlich war zu dicke Milch, die die Milchkanäle verstopft, der Grund. 

Wie sich das bemerkbar gemacht hat? Ich habe den Milchstau während des Stillens bekommen. Es ging ein stechender Schmerz durch die Brust, der sich anfühlte, als würde sich etwas zuziehen. 

Nun aber zu meinen Tipps und Tricks, 
mit denen ich die Staus am Besten lösen konnte:

1. Während dem Stillen die Brust mit einem warmen Waschlappen wärmen. Feuchte Wärme hilft am Besten, dass sich die Milchkanäle weiten und die Milch besser abfließen kann. 

2. Da dass Wärmen auch die Milchproduktion ankurbelt, habe ich nachdem Stillen die Brust gekühlt. Viele Schwören auf Quark, allerdings habe ich Weißkohl bevorzugt. Einfach einige Blätter gewaschen in den Kühlschrank legen. Und vordem Auflegen mit einem Nudelholz drüber fahren, so zieht der Kohl neben dem Kühl-Effekt auch die Entzündung aus der Brust. 

3. Bei Fieber sind IBUS erlaubt! In dem Fall auch besser als Paracetamol, da diese gegen die Entzündung in der Brust helfen. 

4. Viel Trinken! Am liebsten trink ich den Weleda Stilltee, da dort Boxhornklee drin ist, der die Milchproduktion anregt! Während des Staus allerdings, habe ich mehr Wasser als Tee getrunken. Ich musste ja versuchen die Milch aus der Brust zu bekommen und den Stau nicht schlimmer machen. 

5. Die Brust während und nachdem Stillen "ausstreichen". Das heißt immer wieder leicht über die Verhärtung Richtung Brustwarze streichen. Ich habe dafür den Waschlappen vom Wärmen genommen. Beim streichen darauf achten, wirklich nur ganz leicht zu streichen und nicht zu grob werden. Zu grobes streichen, kann alles auch wieder schlimmer machen. Man sollte nicht wie verrückt auf der Verhärtung rumdrücken. Hierbei ist Geduld gefragt. Die Verhärtung ging bei mir erst nach 2-3 Tagen komplett wieder weg. 

6. Das Baby mit dem Kinn in Richtung der Verhärtung anlegen! Ruhig so oft es geht an der verhärteten Brust anlegen! Aber Vorsicht: Dabei nicht die Andere Brust vernachlässigen, nicht dass es sich dort auch noch staut! 
Ein kleiner Tipp noch von mir: Henri wollte an der "kaputten" Brust, wie ich sie liebevoll genannt habe, natürlich nicht trinken. Der Stau macht das Trinken scheinbar schwieriger. Vorsingen hat wahre Wunder bewirkt :) So konnte ich doch noch dazu bekommen an der Brust zu trinken!

7. Zu guter Letzt noch ein Tipp, der mich hoffentlich auch vor weiteren Staus bewahrt: Lecithin Kapseln! Die bekommen sonst Mütter mit Frühchen, da diese noch nicht so lange an der Brust trinken können. Die Vorder- und Hintermilch vermischen sich besser und kann besser abfließen. 

Super Tipp, da sonst wohl die dickere Hintermilch ständig meine Milchkanäle verstopft hat. Seitdem ich diese drei Mal täglich nehme, habe ich das Gefühl, dass so schnell nichts mehr verstopft. Kein stechendes Gefühl mehr in der Brust! Nur finden musste ich die Kapseln erstmal - gar nicht so einfach! In drei Läden war ich bis ich sie völlig überteuert bekommen habe. Bei Shop-Apotheke habe ich eine sehr viel günstigere Variante gefunden. Gleich drei Packungen auf Vorrat habe ich bestellt, Da haben sie einfach mal die Hälfte gekostet -Oben drauf noch der Neukunden-Rabatt. TOP!

So ich glaube, dass waren alle meine Tipps zum Thema Milchstau. :) Damit konnte ich schon vier bekämpfen. Ich kann Euch nur wünschen, dass ihr die Tipps nicht befolgen müsst und davon verschont bleibt! 
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Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Shop-Apotheke

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